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Diese Übung hilft dabei, den Moment zu erkennen, in dem die Angst beginnt – und bewusst eine andere Richtung einzuschlagen. Sie dauert etwa fünf bis zehn Minuten und eignet sich besonders in Momenten, in denen der Drang entsteht, Symptome nachzuschlagen oder sich Bestätigung zu holen.
Schreib zunächst auf, was du gerade körperlich wahrnimmst. Beschreibe die Empfindung so neutral wie möglich – wie ein Arzt, der dokumentiert, ohne zu bewerten. Nicht ich glaube, das ist… sondern nur: was spürst du, wo, wie stark, seit wann.
Schreib dann auf, welchen Gedanken diese Empfindung ausgelöst hat. Was hat dein Kopf daraus gemacht?
Frag dich jetzt: Gibt es eine andere mögliche Erklärung für diese Empfindung? Schlechter Schlaf, Stress, Anspannung, zu viel Koffein, zu wenig Wasser? Schreib mindestens zwei alternative Erklärungen auf – auch wenn du ihnen im ersten Moment nicht glaubst.
Entscheide dich danach bewusst: Schaust du nach? Oder hältst du die Unsicherheit diesmal aus?
Wenn du dich entscheidest, nicht nachzuschauen, tue etwas anderes für die nächsten zwanzig Minuten. Etwas Konkretes, das deine Aufmerksamkeit fordert. Und beobachte dann, ob die Empfindung noch da ist – und ob sie sich verändert hat, ohne dass du etwas getan hast.
Oft tut sie das.



