Was Angst mit dem macht, der ihr ausweicht

Hören Sie sich die KI-generierte Audioversion dieses Artikels an. (Beta)

Da ist eine Mail, die du seit vier Tagen nicht öffnest. Du weißt ungefähr, was drinsteht, und genau deshalb lässt du sie ungelesen. Jedes Mal, wenn dein Blick über den Betreff geht, zieht sich etwas zusammen. Du klickst weg, machst schnell etwas anderes, und in der Sekunde, in der die Mail aus dem Blick ist, wird es besser. Das ist der Haken an der Sache.

Es muss keine Mail sein. Es kann der Anruf sein, den du vor dir herschiebst, die Zahnarztpraxis, deren Nummer du nicht wählst, die Einladung, auf die du nicht antwortest, weil dort Leute sein werden, die du kaum kennst. Allen ist dasselbe gemeinsam: Der Ausweg fühlt sich im Moment richtig an. Und mit jedem Mal wird die Sache, der du ausweichst, ein Stück größer.

Die Erleichterung, die dich lehrt

Was dabei passiert, ist ein Lernvorgang, so schlicht wie der, nach dem sich jede Gewohnheit bildet.

Wenn du etwas tust und danach sofort etwas Unangenehmes verschwindet, lernt dein Gehirn, dass sich diese Tat gelohnt hat. Fachleute nennen das negative Verstärkung, und sie ist stärker als jeder gute Vorsatz. Du klickst die Mail weg, die Anspannung sinkt, und in diesem Moment hat dein Gehirn eine Lehre gezogen: Wegklicken war richtig. Die Erleichterung ist die Belohnung, und sie kommt sofort, was sie so wirksam macht.

Das Problem ist, was in dieser Lehre mitgeliefert wird. Erleichterung setzt voraus, dass vorher eine Gefahr da war, sonst gäbe es nichts, wovon sie einen befreit. Jedes Ausweichen schreibt also zwei Sätze zugleich in dein Gedächtnis: Ausweichen hilft, und die Sache war gefährlich. Die Angst wächst an genau der Bewegung, die sie kleinhalten soll.

Und weil die Erleichterung jedes Mal wiederkommt, wird der Bogen, den du um die Sache machst, mit der Zeit größer. Erst ist es die eine Mail. Dann öffnest du dein Postfach überhaupt seltener. Dann liegt ein leises Unbehagen schon auf dem Programm, mit dem du die Mails abrufst. So breitet sich Vermeidung aus, und was am Anfang ein einzelner Punkt war, wird ein Gebiet, das du meidest.

Warum die Angst nicht verschwinden muss

Lange dachte man, Angst müsse man abbauen wie Druck aus einem Kessel. Man setzt sich der gefürchteten Sache aus, bleibt lange genug dran, bis die Angst von selbst absinkt, und dieses Absinken sei die Heilung. Michelle Craske, die an der Universität von Kalifornien seit Jahrzehnten zu Angst forscht, hat gezeigt, dass dieses Bild in die Irre führt.

In ihren Untersuchungen sagte der Grad, um den die Angst während einer Konfrontation nachließ, kaum etwas darüber aus, wie es einem Wochen später ging. Manche, deren Angst in der Sitzung stark gesunken war, hatten sie kurz darauf wieder. Andere, deren Angst hoch geblieben war, kamen langfristig am besten zurecht. Das Absinken selbst war nicht der Wirkstoff.

Was tatsächlich wirkt, ist ein neuer Eintrag neben dem alten. Die ursprüngliche Verknüpfung, diese Sache ist gefährlich, verschwindet nicht. Sie bekommt einen Gegenspieler: Ich war in dieser Situation, und das Befürchtete ist nicht eingetreten, und ich habe die Angst ausgehalten. Je klarer der Abstand zwischen dem, was du erwartet hast, und dem, was passiert ist, desto stärker dieser zweite Eintrag. Deshalb ist es nicht schlimm, wenn die Angst während der Sache hoch bleibt. Entscheidend ist, dass du dabei die Erfahrung machst, die dir das Ausweichen jahrelang vorenthalten hat.

Das dreht das Ziel um. Es geht nicht darum, ruhig zu werden. Es geht darum zu erleben, dass du es auch dann schaffst, wenn du nicht ruhig bist.

Das kleine Sicherheitsnetz, das alles verdirbt

Zwischen offenem Ausweichen und echtem Hingehen liegt eine dritte Möglichkeit, die tückischer ist als die Vermeidung selbst, weil sie wie Mut aussieht.

Der Psychologe Paul Salkovskis hat sie als Sicherheitsverhalten beschrieben. Du gehst auf die Party, aber du stellst dich in die Ecke und hältst die ganze Zeit ein Glas fest, damit du beschäftigt wirkst. Du hältst den Vortrag, aber du liest ihn Wort für Wort ab, damit dir bloß nichts passiert. Du fährst über die Brücke, aber nur, wenn jemand neben dir sitzt. Du warst da, und mitgenommen hast du trotzdem nichts.

Denn wenn hinterher nichts Schlimmes passiert ist, schreibt dein Gehirn das dem Glas zu, dem abgelesenen Blatt, der Person neben dir. Nicht dir. Die Katastrophe blieb aus, weil du das Netz gespannt hattest, so lautet die Lehre, und die eigentliche Frage, ob es auch ohne Netz gutgegangen wäre, bleibt offen. Salkovskis konnte zeigen, dass Menschen, die sich einer Sache mit solchen Hilfen aussetzen, danach weniger dazugelernt haben als die, die es ohne taten. Das Netz nimmt der Erfahrung genau das, was sie hätte beweisen sollen.

Warum breit besser ist als tief

Ein Detail aus Craskes Forschung ist für den Alltag überraschend brauchbar. In einem Versuch mit Menschen, die sich vor Spinnen fürchteten, ließ man die eine Gruppe immer wieder dieselbe Spinne ansehen, bis die Angst nachließ. Die andere Gruppe konfrontierte man mit wechselnden Spinnen, unterschiedlich groß, unterschiedlich schnell, in zufälliger Reihenfolge, ohne auf das Angstniveau zu achten.

Während der Übung kam die zweite Gruppe schlechter zurecht, ihre Angst blieb höher. Aber Wochen später, als es darauf ankam, war bei ihr die Angst deutlich seltener zurückgekehrt. Wer nur gelernt hat, dass eine bestimmte Spinne harmlos ist, steht vor der nächsten wieder am Anfang. Wer gelernt hat, mit ganz verschiedenen Spinnen klarzukommen, trägt etwas Robusteres davon. Aufs eigene Leben übertragen heißt das: Nicht die eine gefürchtete Situation zwanzigmal durchspielen, sondern die Angst an vielen verschiedenen Stellen antippen.

Wo Selbsthilfe aufhört

Bis hierhin ging es um die alltägliche Vermeidung, die fast jeder kennt und bei der man selbst etwas tun kann. Von einer Angststörung ist das etwas anderes. Wenn die Angst einen großen Teil deines Tages bestimmt, wenn du ganze Bereiche deines Lebens aufgegeben hast, wenn Panik dich überfällt oder die Sorge nicht mehr aufhört, dann ist das kein Fall für mehr Selbstüberwindung, sondern einer für fachliche Begleitung. Exposition ist eine wirksame, gut erforschte Behandlung, aber sie gehört bei ernsteren Ängsten in geschulte Hände, die wissen, wie man die Schritte bemisst. Das schmälert nichts. Es ist derselbe Unterschied wie zwischen ein paar Kniebeugen und einer Reha nach der Operation.

Eine Übung für die kommende Woche: Der Test statt der Flucht

Nimm dir eine einzige Sache vor, der du gerade ausweichst und die klein genug ist, dass du sie ohne fremde Hilfe angehen kannst. Die liegengebliebene Mail, der aufgeschobene Anruf, die Frage, die du jemandem stellen müsstest.

Bevor du sie angehst, schreib in einem Satz auf, was genau du befürchtest. Nicht vage, sondern konkret: Was wird passieren, und wie schlimm wird es? Dieser Satz ist wichtig, denn er ist die Vorhersage, an der du gleich etwas ablesen kannst.

Dann geh die Sache an, und zwar ohne Netz. Ohne das Glas in der Hand, ohne den vorformulierten Notausgang, ohne die Person, hinter der du dich sonst versteckst. Es geht nicht darum, dass du dich dabei gut fühlst. Rechne ruhig damit, dass die Anspannung hochgeht, das ist kein Zeichen, dass es schiefläuft.

Hinterher nimm den Zettel noch einmal und vergleich. Was hattest du befürchtet, und was ist tatsächlich passiert? In den allermeisten Fällen klafft dazwischen eine Lücke, und diese Lücke ist das Eigentliche. Sie ist der zweite Eintrag neben dem alten, der neue Satz in deinem Gedächtnis. Je öfter du ihn schreibst, an je verschiedeneren Stellen, desto mehr verschiebt sich, worauf dein Gehirn im Zweifel zurückgreift.

Welcher Sache weichst du gerade aus, und was genau glaubst du eigentlich, das passieren würde, wenn du es nicht mehr tätest?

Quellen

Salkovskis, P. M., Clark, D. M., Hackmann, A., Wells, A. & Gelder, M. G. (1999). An Experimental Investigation of the Role of Safety-Seeking Behaviours in the Maintenance of Panic Disorder with Agoraphobia. Behaviour Research and Therapy, 37(6), 559–574.

Craske, M. G., Treanor, M., Conway, C. C., Zbozinek, T. & Vervliet, B. (2014). Maximizing Exposure Therapy: An Inhibitory Learning Approach. Behaviour Research and Therapy, 58, 10–23.

Craske, M. G., Kircanski, K., Zelikowsky, M., Mystkowski, J., Chowdhury, N. & Baker, A. (2008). Optimizing Inhibitory Learning During Exposure Therapy. Behaviour Research and Therapy, 46(1), 5–27.

Rowe, M. K. & Craske, M. G. (1998). Effects of Varied-Stimulus Exposure Training on Fear Reduction and Return of Fear. Behaviour Research and Therapy, 36(7–8), 719–734.

Salkovskis, P. M. (1991). The Importance of Behaviour in the Maintenance of Anxiety and Panic: A Cognitive Account. Behavioural Psychotherapy, 19(1), 6–19.

Feedback

Nutzungsbedingungen

Nutzungsbedingungen für die Nutzung der Mindvise-Plattform zur psychologischen Online-Beratung

Datum der letzten Aktualisierung: 20.05.2025

1. Dienstleistungsbeschreibung
Mindvise stellt eine digitale Plattform bereit, die Mitarbeitenden von Unternehmen den Zugang zu psychologischer Online-Beratung durch qualifizierte, freiberuflich arbeitende Psycholog\:innen ermöglicht. Die Psycholog\:innen handeln eigenverantwortlich und bestimmen die Inhalte der Beratungen selbstständig.

2. Qualifikation der Berater\:innen
Alle auf der Plattform tätigen Berater\:innen verfügen mindestens über ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Master of Science oder Diplom). Ihre Eignung wird vor Aufnahme der Tätigkeit von Mindvise geprüft.

3. Vertraulichkeit
Alle Inhalte der Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht. Eine Weitergabe personenbezogener Informationen an Dritte, insbesondere an den Arbeitgeber, erfolgt nicht – außer im Falle einer ausdrücklichen Einwilligung oder gesetzlichen Verpflichtung.

4. Haftungsausschluss
Die Nutzung der Plattform erfolgt freiwillig und eigenverantwortlich. Die psychologischen Beratungen ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Mindvise übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Folgen aus der Inanspruchnahme der Beratungsleistungen.

5. Verhaltenskodex
Ein respektvoller, professioneller Umgang wird vorausgesetzt. Diskriminierung, Beleidigungen oder grenzverletzendes Verhalten werden nicht toleriert. Die Berater\:innen sind berechtigt, Gespräche bei unangemessenem Verhalten abzubrechen.

6. Stornierungsbedingungen
Beratungstermine müssen mindestens 12 Stunden vor Beginn storniert werden. Bei späterer Absage können – abhängig von der Regelung des Arbeitgebers – bis zu 80 % der Gebühr als Aufwendungskosten geltend gemacht werden.

7. Einschränkungen der Nutzung
Die Nutzung ist nicht geeignet, wenn:

* Sie sich in einer akuten psychischen Krise oder Notlage befinden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder die Notrufnummer 112.
* Eine schwere psychische Erkrankung vorliegt, die eine kontinuierliche fachärztliche Betreuung erfordert.
* Sie minderjährig sind und keine Zustimmung Ihrer Erziehungsberechtigten vorliegt.

Wenn Sie sich aktuell in psychotherapeutischer Behandlung befinden, empfehlen wir eine Abstimmung mit Ihrer behandelnden Fachkraft, bevor Sie die Plattform nutzen.

8. Einwilligung in die Datenverarbeitung
Mit der Nutzung der Plattform stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu. Sie willigen ein, dass Ihre freiwillig übermittelten Angaben zu psychischen Belastungen durch Mindvise verarbeitet werden dürfen (einschließlich Gesundheitsdaten gemäß Art. 9 DSGVO). Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

Bei Fragen oder Anliegen wenden Sie sich bitte an:
[kontakt@mindvise.de](mailto:kontakt@mindvise.de)

Datenschutzerklärung

1. Allgemeine Informationen zum Datenschutz

Vielen Dank, dass Sie unsere Dienste nutzen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. Diese Datenschutzerklärung erläutert, wie wir personenbezogene Daten verarbeiten, wenn Sie unsere Dienste in Anspruch nehmen. Wir erheben nur die Daten, die zur Nutzung unserer Plattform notwendig sind, und geben diese nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weiter.

2. Verantwortlicher für die Datenverarbeitung

Verantwortlich im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Mindvise Pascal Seitz Lamprecht Str. 51 63739 Aschaffenburg, Deutschland Tel.: 01579-2526192 E-Mail: kontakt@mindvise.de Website: https://mental.mindvise.de

3. Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten

Wir erheben nur die von Ihnen bereitgestellten Daten (Vorname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Businesscode, Beratungsthema, zusätzliche übermittelte Informationen zum Beratungsanliegen), die bei der Buchung von Beratungsterminen übermittelt wurden. Diese Daten werden auf unserem Server für 30 Tage gespeichert und anschließend lokal für 12 Monate gesichert. Unsere freiberuflichen Berater:innen erhalten Ihre Daten, wenn ein Termin gebucht wird, und speichern diese ebenfalls lokal für maximal 12 Monate. Für Dienstleistungsvereinbarungen mit einer Begrenzung der monatlichen Beratungen pro Mitarbeitendem werden die Daten verwendet, um die Einhaltung der festgelegten Limits zu überwachen.

4. Buchung über Hotline

Alternativ zur Online-Buchung haben Sie die Möglichkeit, Termine über die oben angegebene Hotline zu buchen, um keine Daten über das Buchungssystem angeben zu müssen.

5. Freiwilligkeit der Nutzung

Die Nutzung der Beratungsangebote über die Plattform ist freiwillig. Es entstehen keine Nachteile, wenn Sie das Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten.

6. Rechtsgrundlage der Verarbeitung

Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf folgenden rechtlichen Grundlagen:
  • Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO): Ihre freiwillige Einwilligung bei der Bereitstellung der Daten zur Buchung von Terminen.
  • Erfüllung eines Vertrags (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO): Verarbeitung der Daten zur Bereitstellung unserer Dienstleistungen.
  • Wahrung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Die Datenverarbeitung erfolgt im Interesse eines reibungslosen Betriebs unserer Dienstleistungen, sofern keine schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person überwiegen.

7. Verarbeitung besonderer Datenkategorien

Im Rahmen der Beratung können Angaben verarbeitet werden, die Rückschlüsse auf Ihre psychische Gesundheit zulassen (z. B. durch Freitextangaben zu Belastungen oder Anliegen). Diese Daten gelten als besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO. Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

8. Videokommunikation

Für Videokommunikation empfehlen wir die Nutzung von Jitsi Meet auf unserem Server unter https://meet.mindvise.de. Berater:innen können frei entscheiden, ob sie diesen Server nutzen oder eine alternative Plattform wählen, welche Ihnen im Vorfeld per E-Mail mitgeteilt wird. In diesem Fall gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweils gewählten Anbieters. Möchten Sie keinen alternativen Anbieter als Videokommunikationswerkzeug nutzen, können Sie dies durch vorherige Mitteilung per E-Mail an den gewählten Berater kommunizieren. Bei der Nutzung der von Mindvise-gehosteten Jitsi-Meet-Instanz können personenbezogene Daten wie IP-Adressen erhoben werden. Diese Daten werden ausschließlich zur Ermöglichung der Kommunikation verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

9. Mental Health Assistent (ChatGPT API)

Bei Nutzung des digitalen Mental Health Assistenten können Ihre freiwilligen Freitexteingaben zur Verarbeitung an die OpenAI API übermittelt werden. Die Verarbeitung erfolgt pseudonymisiert (ohne direkte Namens- oder Identitätszuordnung) und ausschließlich zur Bereitstellung der Assistenzfunktion. Die Übermittlung ist durch den Abschluss von Standardvertragsklauseln gemäß Art. 46 DSGVO sowie die Teilnahme von OpenAI am EU-U.S. Data Privacy Framework abgesichert.

10. Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)

Um den Schutz Ihrer Daten sicherzustellen, haben wir folgende Maßnahmen implementiert:
  • Zutrittskontrolle: Die Server werden von ISO-zertifizierten Anbietern (Netcup, Alfahosting) bereitgestellt.
  • Zugangskontrolle: Zugriff erfolgt nur durch passwortgeschützte Systeme mit strikten Passwortrichtlinien.
  • Verschlüsselung und Datensicherung: Alle Datenübertragungen sind SSL-verschlüsselt. Daten werden alle 30 Tage gelöscht und lokal gesichert.
  • Weitergabekontrolle: Verschlüsselte Kommunikationswege (E-Mail, SSL) werden genutzt.
  • Trennungskontrolle: Logische Trennung von Test- und Produktionsdaten.
  • Integritätskontrolle: Regelmäßige Backups und Versionskontrollen sichern die Datenintegrität.
  • Rollen- und Rechte-System: Administrativer Zugriff ist eingeschränkt; es erfolgt kein Zugriff auf personenbezogene Inhalte.

11. Rechte der betroffenen Personen

Sie haben das Recht, jederzeit Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu verlangen sowie die Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung dieser Daten zu fordern. Darüber hinaus steht Ihnen das Recht auf Datenübertragbarkeit und Widerspruch zu. Sie können Ihre Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit widerrufen.

12. Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“)

Sie haben das Recht, die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, wenn:
  • die Daten für den ursprünglichen Zweck nicht mehr erforderlich sind;
  • Sie Ihre Einwilligung widerrufen und keine andere Rechtsgrundlage zur Verarbeitung besteht;
  • Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen und keine vorrangigen berechtigten Gründe vorliegen;
  • die Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden;
  • die Löschung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist.

13. Recht auf Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde

Sollten Sie der Ansicht sein, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen die DSGVO verstößt, haben Sie das Recht, sich bei der zuständigen Datenschutzbehörde zu beschweren: Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz Postfach 22 12 19, 80502 München E-Mail: poststelle@datenschutz-bayern.de

14. Dauer der Datenspeicherung

Personenbezogene Daten werden für maximal 30 Tage auf unserem Server gespeichert. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die Daten gelöscht und lokal gesichert. Freiberufliche Berater:innen speichern die Daten lokal für bis zu 12 Monate und löschen sie danach endgültig.

15. Datenübermittlung an Dritte und Drittstaaten

Wir geben personenbezogene Daten nicht ohne Ihre Einwilligung an Dritte weiter. Eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer erfolgt nur im Rahmen der Nutzung des Mental Health Assistenten. In diesem Fall ist die Übermittlung durch die Teilnahme von OpenAI am EU-U.S. Data Privacy Framework sowie durch Standardvertragsklauseln (SCCs) gemäß Art. 46 DSGVO abgesichert.

16. Cookies und ähnliche Technologien

Wir verwenden auf unserer Website ausschließlich technisch notwendige Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung unserer Dienste zu ermöglichen. Analytische oder Marketing-Cookies werden nicht eingesetzt.

17. Automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling

Es findet keine automatisierte Entscheidungsfindung oder Profiling im Sinne von Art. 22 DSGVO statt.

18. Weiterverarbeitung für andere Zwecke

Eine Weiterverarbeitung der erhobenen personenbezogenen Daten für andere Zwecke ist nicht geplant. Sollte dies in Zukunft notwendig werden, werden Sie vor einer solchen Weiterverarbeitung entsprechend informiert.

19. Zeitpunkt der Bereitstellung der Informationen

Diese Informationen werden Ihnen spätestens zum Zeitpunkt der Datenerhebung und innerhalb eines Monats nach Erhebung der Daten bereitgestellt.

20. Anpassungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung bei Bedarf anzupassen, um rechtlichen Anforderungen zu entsprechen oder Änderungen unserer Dienstleistungen zu berücksichtigen.