Kommunikation als Ressource – Wie Gespräche unser Erleben formen

Hören Sie sich die KI-generierte Audioversion dieses Artikels an. (Beta)

Es beginnt oft mit etwas Kleinem.
Einer kurzen E-Mail. Einer Nachricht ohne Gruß. Einem Satz, der eigentlich neutral gemeint war.

„Können wir das bitte klären.“

An einem guten Tag liest sich das sachlich. Vielleicht sogar hilfreich.
An einem anderen Tag wirkt derselbe Satz kühl. Ungeduldig. Fast wie ein Vorwurf. Und noch bevor klar ist, worum es eigentlich geht, verändert sich etwas im Inneren. Der Körper spannt sich an. Gedanken beginnen zu kreisen. Die Antwort wird vorsichtiger. Oder schärfer.

Der Text ist derselbe geblieben.
Was sich verändert hat, ist die innere Stimmung.

Solche Momente zeigen, wie Kommunikation wirkt. Nicht laut, nicht spektakulär. Sondern leise, fast beiläufig. Und genau deshalb so nachhaltig.

Kommunikation ist mehr als das Gesagte

Im Alltag denken wir bei Kommunikation meist an Worte. An das, was gesagt oder geschrieben wird. Doch zwischen Menschen geschieht weit mehr. Tonfall, Pausen, Betonung, ein Blick, eine Haltung – all das spricht mit. Oft unbewusst. Oft schneller, als wir es einordnen können.

Man kann nicht nicht kommunizieren. Selbst Schweigen, Abwenden oder ein knappes „Okay“ tragen Bedeutung. Kommunikation braucht immer ein Gegenüber. Und sie entsteht erst im Zusammenspiel.

Besonders dann, wenn Worte und das, was mitschwingt, nicht zusammenpassen, wird Kommunikation anstrengend. Wenn jemand sagt „Ist schon gut“, der Ton aber etwas anderes erzählt. Menschen reagieren auf solche Unstimmigkeiten oft mit Irritation oder Rückzug. Nicht, weil sie kleinlich sind, sondern weil unser Wahrnehmungssystem auf Kongruenz angewiesen ist.

Wie sehr Stimmung Bedeutung verändert

Kommunikation trifft nie auf ein neutrales Gegenüber. Sie trifft auf Müdigkeit oder Gelassenheit, auf Stress oder Sicherheit, auf alte Erfahrungen und aktuelle Erwartungen. Das gilt im Gespräch – und besonders in schriftlicher Kommunikation, wo Tonfall und Körpersprache fehlen.

Was dann entsteht, ist kein objektives Verstehen, sondern eine Deutung. Und diese Deutung sagt oft ebenso viel über den inneren Zustand der lesenden Person aus wie über die Absicht der schreibenden.

Das erklärt, warum dieselbe Nachricht an zwei Tagen völlig unterschiedlich wirken kann. Und warum Missverständnisse nicht zwingend auf mangelnde Klarheit zurückzuführen sind, sondern auf unterschiedliche innere Kontexte.

Wenn Kommunikation innen weitergeht

Bevor wir antworten, passiert meist schon etwas Inneres. Gedanken tauchen auf. Bewertungen. Gefühle. Manchmal sind sie kaum wahrnehmbar, manchmal sehr deutlich. Sie beeinflussen, wie wir reagieren. Ob wir offen bleiben oder uns schützen. Ob wir nachfragen oder kontern.

Kommunikation beginnt also nicht erst im Austausch mit anderen. Sie beginnt im Umgang mit sich selbst. Wer das bemerkt, gewinnt Abstand. Und mit etwas Abstand entsteht Spielraum.

Nicht um alles richtig zu machen. Sondern um nicht jedem inneren Impuls sofort folgen zu müssen.

Warum Kommunikation stärken kann

Kommunikation wird zur Ressource dort, wo sie Orientierung gibt. Wo sie hilft, innere Zustände zu ordnen. Wo sie Verbindung ermöglicht, ohne zu überfordern. Manchmal reicht dafür ein kleiner Moment des Innehaltens. Ein anderes Lesen. Ein Satz weniger. Oder ein Satz mehr, der etwas klärt.

Nicht jede Irritation muss aufgelöst werden. Aber manche lassen sich entschärfen, wenn Menschen sich erlauben, genauer hinzuschauen – auf sich selbst und auf das, was zwischen ihnen geschieht.

Kommunikation muss dafür nicht perfekt sein. Sie darf unvollständig bleiben. Tastend. Menschlich.

Am Ende

Kommunikation begleitet uns ständig. Sie ist nie nur Mittel zum Zweck. Sie prägt Beziehungen, Selbstbilder und Stimmungen. Oft entscheidet nicht, was gesagt wird, sondern wie es ankommt – und in welchem inneren Zustand.

Wer Kommunikation als Ressource versteht, versucht nicht, sie zu kontrollieren. Sondern nimmt sie ernst. Als Ausdruck dessen, was gerade da ist. Und als Möglichkeit, sich selbst und anderen mit etwas mehr Klarheit und Nachsicht zu begegnen.

Nicht, weil dann alles einfacher wird.
Sondern weil Gespräche so weniger verletzen – und manchmal sogar tragen.

Teste es doch einfach mal selbst aus, mit dem Arbeitsblatt: Kommunikation als Ressource

Feedback

Nutzungsbedingungen

Nutzungsbedingungen für die Nutzung der Mindvise-Plattform zur psychologischen Online-Beratung

Datum der letzten Aktualisierung: 20.05.2025

1. Dienstleistungsbeschreibung
Mindvise stellt eine digitale Plattform bereit, die Mitarbeitenden von Unternehmen den Zugang zu psychologischer Online-Beratung durch qualifizierte, freiberuflich arbeitende Psycholog\:innen ermöglicht. Die Psycholog\:innen handeln eigenverantwortlich und bestimmen die Inhalte der Beratungen selbstständig.

2. Qualifikation der Berater\:innen
Alle auf der Plattform tätigen Berater\:innen verfügen mindestens über ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Master of Science oder Diplom). Ihre Eignung wird vor Aufnahme der Tätigkeit von Mindvise geprüft.

3. Vertraulichkeit
Alle Inhalte der Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht. Eine Weitergabe personenbezogener Informationen an Dritte, insbesondere an den Arbeitgeber, erfolgt nicht – außer im Falle einer ausdrücklichen Einwilligung oder gesetzlichen Verpflichtung.

4. Haftungsausschluss
Die Nutzung der Plattform erfolgt freiwillig und eigenverantwortlich. Die psychologischen Beratungen ersetzen keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Mindvise übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Folgen aus der Inanspruchnahme der Beratungsleistungen.

5. Verhaltenskodex
Ein respektvoller, professioneller Umgang wird vorausgesetzt. Diskriminierung, Beleidigungen oder grenzverletzendes Verhalten werden nicht toleriert. Die Berater\:innen sind berechtigt, Gespräche bei unangemessenem Verhalten abzubrechen.

6. Stornierungsbedingungen
Beratungstermine müssen mindestens 12 Stunden vor Beginn storniert werden. Bei späterer Absage können – abhängig von der Regelung des Arbeitgebers – bis zu 80 % der Gebühr als Aufwendungskosten geltend gemacht werden.

7. Einschränkungen der Nutzung
Die Nutzung ist nicht geeignet, wenn:

* Sie sich in einer akuten psychischen Krise oder Notlage befinden. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) oder die Notrufnummer 112.
* Eine schwere psychische Erkrankung vorliegt, die eine kontinuierliche fachärztliche Betreuung erfordert.
* Sie minderjährig sind und keine Zustimmung Ihrer Erziehungsberechtigten vorliegt.

Wenn Sie sich aktuell in psychotherapeutischer Behandlung befinden, empfehlen wir eine Abstimmung mit Ihrer behandelnden Fachkraft, bevor Sie die Plattform nutzen.

8. Einwilligung in die Datenverarbeitung
Mit der Nutzung der Plattform stimmen Sie den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu. Sie willigen ein, dass Ihre freiwillig übermittelten Angaben zu psychischen Belastungen durch Mindvise verarbeitet werden dürfen (einschließlich Gesundheitsdaten gemäß Art. 9 DSGVO). Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

Bei Fragen oder Anliegen wenden Sie sich bitte an:
[kontakt@mindvise.de](mailto:kontakt@mindvise.de)

Datenschutzerklärung

1. Allgemeine Informationen zum Datenschutz

Vielen Dank, dass Sie unsere Dienste nutzen. Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. Diese Datenschutzerklärung erläutert, wie wir personenbezogene Daten verarbeiten, wenn Sie unsere Dienste in Anspruch nehmen. Wir erheben nur die Daten, die zur Nutzung unserer Plattform notwendig sind, und geben diese nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weiter.

2. Verantwortlicher für die Datenverarbeitung

Verantwortlich im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO): Mindvise Pascal Seitz Lamprecht Str. 51 63739 Aschaffenburg, Deutschland Tel.: 01579-2526192 E-Mail: kontakt@mindvise.de Website: https://mental.mindvise.de

3. Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten

Wir erheben nur die von Ihnen bereitgestellten Daten (Vorname, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Businesscode, Beratungsthema, zusätzliche übermittelte Informationen zum Beratungsanliegen), die bei der Buchung von Beratungsterminen übermittelt wurden. Diese Daten werden auf unserem Server für 30 Tage gespeichert und anschließend lokal für 12 Monate gesichert. Unsere freiberuflichen Berater:innen erhalten Ihre Daten, wenn ein Termin gebucht wird, und speichern diese ebenfalls lokal für maximal 12 Monate. Für Dienstleistungsvereinbarungen mit einer Begrenzung der monatlichen Beratungen pro Mitarbeitendem werden die Daten verwendet, um die Einhaltung der festgelegten Limits zu überwachen.

4. Buchung über Hotline

Alternativ zur Online-Buchung haben Sie die Möglichkeit, Termine über die oben angegebene Hotline zu buchen, um keine Daten über das Buchungssystem angeben zu müssen.

5. Freiwilligkeit der Nutzung

Die Nutzung der Beratungsangebote über die Plattform ist freiwillig. Es entstehen keine Nachteile, wenn Sie das Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten.

6. Rechtsgrundlage der Verarbeitung

Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf folgenden rechtlichen Grundlagen:
  • Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO): Ihre freiwillige Einwilligung bei der Bereitstellung der Daten zur Buchung von Terminen.
  • Erfüllung eines Vertrags (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO): Verarbeitung der Daten zur Bereitstellung unserer Dienstleistungen.
  • Wahrung berechtigter Interessen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO): Die Datenverarbeitung erfolgt im Interesse eines reibungslosen Betriebs unserer Dienstleistungen, sofern keine schutzwürdigen Interessen der betroffenen Person überwiegen.

7. Verarbeitung besonderer Datenkategorien

Im Rahmen der Beratung können Angaben verarbeitet werden, die Rückschlüsse auf Ihre psychische Gesundheit zulassen (z. B. durch Freitextangaben zu Belastungen oder Anliegen). Diese Daten gelten als besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO. Diese Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.

8. Videokommunikation

Für Videokommunikation empfehlen wir die Nutzung von Jitsi Meet auf unserem Server unter https://meet.mindvise.de. Berater:innen können frei entscheiden, ob sie diesen Server nutzen oder eine alternative Plattform wählen, welche Ihnen im Vorfeld per E-Mail mitgeteilt wird. In diesem Fall gelten die Datenschutzbestimmungen des jeweils gewählten Anbieters. Möchten Sie keinen alternativen Anbieter als Videokommunikationswerkzeug nutzen, können Sie dies durch vorherige Mitteilung per E-Mail an den gewählten Berater kommunizieren. Bei der Nutzung der von Mindvise-gehosteten Jitsi-Meet-Instanz können personenbezogene Daten wie IP-Adressen erhoben werden. Diese Daten werden ausschließlich zur Ermöglichung der Kommunikation verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

9. Mental Health Assistent (ChatGPT API)

Bei Nutzung des digitalen Mental Health Assistenten können Ihre freiwilligen Freitexteingaben zur Verarbeitung an die OpenAI API übermittelt werden. Die Verarbeitung erfolgt pseudonymisiert (ohne direkte Namens- oder Identitätszuordnung) und ausschließlich zur Bereitstellung der Assistenzfunktion. Die Übermittlung ist durch den Abschluss von Standardvertragsklauseln gemäß Art. 46 DSGVO sowie die Teilnahme von OpenAI am EU-U.S. Data Privacy Framework abgesichert.

10. Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)

Um den Schutz Ihrer Daten sicherzustellen, haben wir folgende Maßnahmen implementiert:
  • Zutrittskontrolle: Die Server werden von ISO-zertifizierten Anbietern (Netcup, Alfahosting) bereitgestellt.
  • Zugangskontrolle: Zugriff erfolgt nur durch passwortgeschützte Systeme mit strikten Passwortrichtlinien.
  • Verschlüsselung und Datensicherung: Alle Datenübertragungen sind SSL-verschlüsselt. Daten werden alle 30 Tage gelöscht und lokal gesichert.
  • Weitergabekontrolle: Verschlüsselte Kommunikationswege (E-Mail, SSL) werden genutzt.
  • Trennungskontrolle: Logische Trennung von Test- und Produktionsdaten.
  • Integritätskontrolle: Regelmäßige Backups und Versionskontrollen sichern die Datenintegrität.
  • Rollen- und Rechte-System: Administrativer Zugriff ist eingeschränkt; es erfolgt kein Zugriff auf personenbezogene Inhalte.

11. Rechte der betroffenen Personen

Sie haben das Recht, jederzeit Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu verlangen sowie die Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung dieser Daten zu fordern. Darüber hinaus steht Ihnen das Recht auf Datenübertragbarkeit und Widerspruch zu. Sie können Ihre Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit widerrufen.

12. Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“)

Sie haben das Recht, die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, wenn:
  • die Daten für den ursprünglichen Zweck nicht mehr erforderlich sind;
  • Sie Ihre Einwilligung widerrufen und keine andere Rechtsgrundlage zur Verarbeitung besteht;
  • Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen und keine vorrangigen berechtigten Gründe vorliegen;
  • die Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden;
  • die Löschung zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich ist.

13. Recht auf Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde

Sollten Sie der Ansicht sein, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen die DSGVO verstößt, haben Sie das Recht, sich bei der zuständigen Datenschutzbehörde zu beschweren: Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz Postfach 22 12 19, 80502 München E-Mail: poststelle@datenschutz-bayern.de

14. Dauer der Datenspeicherung

Personenbezogene Daten werden für maximal 30 Tage auf unserem Server gespeichert. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die Daten gelöscht und lokal gesichert. Freiberufliche Berater:innen speichern die Daten lokal für bis zu 12 Monate und löschen sie danach endgültig.

15. Datenübermittlung an Dritte und Drittstaaten

Wir geben personenbezogene Daten nicht ohne Ihre Einwilligung an Dritte weiter. Eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittländer erfolgt nur im Rahmen der Nutzung des Mental Health Assistenten. In diesem Fall ist die Übermittlung durch die Teilnahme von OpenAI am EU-U.S. Data Privacy Framework sowie durch Standardvertragsklauseln (SCCs) gemäß Art. 46 DSGVO abgesichert.

16. Cookies und ähnliche Technologien

Wir verwenden auf unserer Website ausschließlich technisch notwendige Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung unserer Dienste zu ermöglichen. Analytische oder Marketing-Cookies werden nicht eingesetzt.

17. Automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling

Es findet keine automatisierte Entscheidungsfindung oder Profiling im Sinne von Art. 22 DSGVO statt.

18. Weiterverarbeitung für andere Zwecke

Eine Weiterverarbeitung der erhobenen personenbezogenen Daten für andere Zwecke ist nicht geplant. Sollte dies in Zukunft notwendig werden, werden Sie vor einer solchen Weiterverarbeitung entsprechend informiert.

19. Zeitpunkt der Bereitstellung der Informationen

Diese Informationen werden Ihnen spätestens zum Zeitpunkt der Datenerhebung und innerhalb eines Monats nach Erhebung der Daten bereitgestellt.

20. Anpassungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung bei Bedarf anzupassen, um rechtlichen Anforderungen zu entsprechen oder Änderungen unserer Dienstleistungen zu berücksichtigen.