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Diese Übung hilft dir dabei, deine automatischen Selbstgespräche bewusster wahrzunehmen, sie zu hinterfragen und eine freundlichere, unterstützendere innere Haltung zu entwickeln.
1. Rückblick auf eine konkrete Situation
Erinnere dich an eine Situation in deinem Berufsalltag, in der du dich innerlich unter Druck gesetzt, verunsichert oder entwertet gefühlt hast. Vielleicht war es nach einem Gespräch, einer Präsentation oder in einem Moment, in dem du einen Fehler bemerkt hast.
Was genau ist passiert? Welche Gedanken gingen dir in diesem Moment durch den Kopf?
2. Achte auf den Ton deiner Gedanken
Versuche nun, den Tonfall dieser Gedanken bewusst wahrzunehmen. Waren sie eher kritisch, hart, vorwurfsvoll? Haben sie dich unter Druck gesetzt oder entwertet?
Frag dich: Würdest du in dieser Weise mit einer Kollegin oder einem Freund sprechen, den du schätzt? Wenn nicht – was sagt das über deinen Umgang mit dir selbst?
3. Perspektivwechsel: Vom inneren Kritiker zum inneren Coach
Wandle deine ursprünglichen Gedanken nun in eine freundlichere, aber trotzdem realistische Form um. Ziel ist es nicht, dir etwas schönzureden – sondern so mit dir zu sprechen, wie du es mit jemandem tun würdest, dem du wirklich helfen willst.
Beispiel: Aus „Ich war total schlecht vorbereitet“ könnte werden: „Ich war heute nicht gut vorbereitet – das ärgert mich. Und ich kann es beim nächsten Mal anders machen.“
Der Inhalt bleibt ehrlich – aber der Ton wird menschlich.
4. Entwickle deine persönliche, unterstützende Aussage
Formuliere einen Satz, der dir in ähnlichen Situationen helfen kann. Etwas, das dich ermutigt, orientiert, dir Halt gibt. Vielleicht so etwas wie:
„Ich darf Fehler machen und daraus lernen.“
„Ich gebe mein Bestes, auch wenn nicht alles perfekt läuft.“
„Ich bin auf dem Weg – nicht am Ziel.“
Lies dir diesen Satz laut oder leise vor. Spüre, wie er wirkt. Vielleicht fühlt es sich noch ungewohnt an – das ist okay. Freundlicher mit sich selbst zu sprechen ist eine Übung, kein Schalter.
5. Nimm dir einen Moment zum Nachspüren
Was verändert sich innerlich, wenn du so mit dir sprichst?
Wie fühlt es sich im Vergleich zu deinen ursprünglichen Gedanken an?
Diese Übung kannst du immer wieder machen – besonders in Momenten, in denen du dich selbst innerlich hart angehst. Je öfter du den inneren Dialog bewusst gestaltest, desto stärker wird dein Zugang zu einer unterstützenden, stabilen inneren Haltung.
Und denk daran: Der Ton, in dem du mit dir selbst sprichst, prägt dein inneres Erleben – und letztlich auch dein äußeres Handeln.